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Ein Umgebindehaus in Zittau renovieren

Ein Umgebindehaus in Zittau renovieren

Ein Umgebindehaus besteht aus zwei eigenständigen Bauteilen. Ein hölzernes Traggerüst aus Holzständern, das Umgebinde, trägt das Obergeschoss und das Dach. Das Erdgeschoss aus Mauerwerk steht unabhängig davon und übernimmt keine Last aus den oberen Geschossen. Diese Bauweise war vor allem zwischen Zittau, Görlitz und Bautzen verbreitet, wo bis heute eine der wenigen noch geschlossen erhaltenen Umgebindehaus-Landschaften Deutschlands steht.

Für eine Renovierung bedeutet das vor allem, dass Wände im selben Haus ganz unterschiedlich aufgebaut sein können. Eine Wand im Erdgeschoss besteht aus massivem Mauerwerk. Eine Wand im Obergeschoss sitzt im Holzständerwerk des Umgebindes oder in Fachwerkbauweise darüber. Beide lassen sich nicht auf die gleiche Weise anbohren, verkleiden oder mit einer Trockenbauwand verbinden.

Was ein Umgebindehaus von einem gewöhnlichen Altbau unterscheidet

Merkmal Gewöhnlicher Altbau Umgebindehaus
Erdgeschoss Massives Mauerwerk Massives Mauerwerk, eigenständig
Obergeschoss Meist ebenfalls Mauerwerk Holzständerwerk (Umgebinde) oder Fachwerk
Tragwerk Ein durchgehendes System Zwei getrennte Systeme in einem Haus
Wandaufbau Meist im ganzen Haus gleich Wechselt je nach Geschoss

Bevor wir eine Trockenbauwand einziehen oder eine Wand spachteln, stellen wir deshalb fest, in welchem der beiden Bauteile wir arbeiten. Das entscheidet, welche Befestigung, welches Material und welcher Aufbau infrage kommen.

Trockenbau im Umgebindehaus

Eine zusätzliche Trennwand aus Gipskarton lässt sich im Umgebindehaus ebenso einziehen wie in einem gewöhnlichen Gebäude. Der Unterschied liegt in der Befestigung an der vorhandenen Wand oder Decke. Im Holzständerwerk des Obergeschosses suchen wir die tragenden Ständer, an denen sich die neue Wand sauber verankern lässt. Im massiven Erdgeschoss dübeln wir direkt ins Mauerwerk.

Wie lange eine Renovierung im Umgebindehaus dauert

Wie lange eine Renovierung dauert, richtet sich nach dem Zustand der Bausubstanz in jedem einzelnen Raum, nicht nach dem Baujahr des Hauses. Ein Umgebindehaus kann in einem Raum unauffällig instand sein und im Nachbarraum eine aufwendigere Vorbereitung brauchen, weil dort Holzständerwerk und Mauerwerk direkt aneinanderstoßen. Diesen Zustand stellen wir vor Ort fest, bevor wir einen Zeitrahmen nennen.

Ablauf
So gehen wir im Umgebindehaus vor

Diese Schritte zeigen, wie wir eine Renovierung oder Trockenbauarbeit im Umgebindehaus vorbereiten.

  1. Bauteil bestimmenWir stellen fest, ob die betroffene Wand zum massiven Erdgeschoss oder zum hölzernen Obergeschoss gehört.
  2. Befestigung und Aufbau wählenJe nach Bauteil legen wir fest, ob im Mauerwerk gedübelt oder am Holzständer verankert wird.
  3. Arbeit ausführenTrockenbauwand, Spachtelarbeit oder Vorbereitung laufen danach passend zum jeweiligen Bauteil ab.
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Passende Leistungen

Charakteristisch ist das sichtbare hölzerne Stützgerüst rund um das Erdgeschoss, das oft wie eine Reihe von Rundbögen wirkt und Obergeschoss samt Dach trägt. Das Erdgeschoss selbst steht unabhängig davon in massivem Mauerwerk.

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