Wann sich eine Trockenbau-Trennwand lohnt
Ein Zimmer wird geteilt, zum Beispiel für ein zusätzliches Kinderzimmer, ein Arbeitszimmer oder einen Abstellraum. Bei der neuen Trennwand fällt die Wahl zwischen Trockenbau aus Gipskarton und einer gemauerten Wand. In der Praxis kommt es vor allem auf die Bauzeit, die Tragfähigkeit, den Schallschutz und die spätere Entfernbarkeit der Wand an.
Wie schnell die Wand steht
Eine gemauerte Wand entsteht direkt auf der Baustelle. Die Steine werden mit Mörtel versetzt, und dieser Mörtel muss abbinden, bevor Putz, Fliesen oder Farbe folgen können. Eine Trockenbauwand aus Gipskarton kommt ohne diesen nassen Baustoff aus, dadurch steht sie deutlich schneller und ist nach dem Spachteln der Fugen bereit für Farbe oder Tapete.
Ob die Wand später Lasten tragen muss
Eine Trockenbauwand trägt kein Gewicht aus dem Gebäude selbst, sie stützt nur sich selbst und das, was direkt an ihr befestigt wird. Für eine reine Raumteilung reicht das. Muss die neue Wand dagegen eine Decke oder ein oberes Geschoss mittragen, braucht es eine tragende Konstruktion, die vorher statisch geplant wird, und die baut Trockenbau nicht.
Auch bei einer nicht tragenden, aber gemauerten Trennwand spielt das Eigengewicht eine Rolle. Je nach Tragfähigkeit der vorhandenen Decke braucht eine schwere Wand einen Unterzug oder eine Stütze darunter. Eine leichte Trockenbauwand kommt in aller Regel ohne diese Verstärkung aus.
Wie viel Schallschutz eine Trockenbauwand bietet
Eine einfache Trockenbauwand mit nur einer Lage Gipskarton je Seite hält weniger Schall ab als eine massive Wand gleicher Dicke. Mit einem schallschutzoptimierten Aufbau ändert sich das deutlich. Schon eine rund 100 Millimeter dicke Trockenbauwand kann denselben Schalldämmwert erreichen wie eine etwa 240 Millimeter dicke Massivwand.
Welcher Aufbau für einen bestimmten Raum sinnvoll ist, klären wir vor Ort. Ein Kinderzimmer neben dem Wohnzimmer hat andere Ansprüche an den Schallschutz als zwei Arbeitszimmer nebeneinander.
Ob sich die Wand später wieder entfernen lässt
Ändert sich die Nutzung eines Raums später noch einmal, lässt sich eine Trockenbauwand wieder abbauen, ohne die tragende Substanz des Gebäudes anzugreifen. Eine gemauerte Trennwand abzureißen bedeutet dagegen Schutt, Staub und mehr Aufwand als der ursprüngliche Einbau. Ganz ohne Spuren geht auch der Abbau einer Trockenbauwand nicht. Boden und Decke an der ehemaligen Wandlinie brauchen danach eine Nachbehandlung. Für eine Raumaufteilung, die in ein paar Jahren noch einmal anders aussehen könnte, bleibt Trockenbau trotzdem die flexiblere Wahl.
| Punkt | Trockenbauwand | Massivwand |
|---|---|---|
| Bauzeit | Kurz, keine Trocknungszeit für Mörtel | Länger, der Mörtel muss abbinden |
| Eigengewicht | Gering | Deutlich höher, je nach Deckentragfähigkeit braucht es eine Verstärkung |
| Lasten aus dem Gebäude | Trägt keine Lasten, nur die Raumteilung | Kann bei entsprechender Planung tragend ausgeführt werden |
| Schallschutz in einfacher Ausführung | Geringer als eine Massivwand gleicher Dicke | Höher |
| Später entfernen | Möglich, mit Nachbehandlung von Boden und Decke | Aufwendiger, mit Schutt und Staub |
Beim Termin vor Ort prüfen wir Raum, Decke und den geplanten Zweck der neuen Wand und sagen Ihnen, welcher Aufbau dazu passt.
Passende Leistungen
Der Abbau selbst ist unkompliziert, weil keine tragende Substanz betroffen ist. Sichtbar bleiben danach trotzdem Spuren an der ehemaligen Wandlinie, auf dem Boden und an der Decke, die zusätzlich behandelt werden müssen, damit die Fläche wieder einheitlich aussieht.
In aller Regel nicht. Eine Trockenbauwand trägt kein zusätzliches Gewicht aus dem Gebäude und bringt selbst nur wenig Eigengewicht mit. Bei einer schweren gemauerten Wand kann das anders aussehen, dort hängt es von der Tragfähigkeit der vorhandenen Decke ab.
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