Streusalz oder Splitt beim Winterdienst
Ein Sack Streusalz liegt in vielen Kellern griffbereit und wirkt schneller gegen Glätte als die meisten anderen Mittel. Auf jeder Fläche im eigenen Garten oder vor dem Haus ist Salz trotzdem nicht die richtige Wahl. Je nachdem, was neben dem Weg wächst und woraus der Belag besteht, eignet sich Splitt oder Granulat besser.
Warum Streusalz nicht auf jede Fläche gehört
In Zittau ist der Einsatz von Auftaumitteln auf Baumscheiben und begrünten Flächen nicht erlaubt. Der Grund liegt im Boden. Streusalz sickert mit dem Schmelzwasser in die Erde neben dem Weg und reichert sich dort über mehrere Winter an. Dadurch sterben die feinen Wurzeln in der Nähe ab, die Pflanze nimmt in der Folge schwerer Wasser und Nährstoffe auf und wird anfälliger für Krankheiten. Auch Beton und Pflaster leiden auf Dauer unter Streusalz, weil die Salze die Bewehrung im Material angreifen.
Diese Einschränkung gilt auch über Zittau hinaus. In vielen deutschen Gemeinden ist der private Einsatz von Streusalz eingeschränkt, gerade auf Flächen mit Bepflanzung in der Nähe. Welche Fläche auf einem Grundstück in Zittau mit Salz gestreut werden darf, sehen wir uns bei der Besichtigung für den Winterdienst direkt vor Ort an.
Wann Splitt oder Granulat die bessere Wahl ist
Splitt, Sand oder Granulat wirken anders als Streusalz. Sie tauen kein Eis auf. Ihre Wirkung kommt allein vom Korn, das auf einer glatten Fläche für Grip sorgt, deshalb hängt sie nicht von der Temperatur ab. Streusalz taut Eis nach Herstellerangaben vor allem nahe dem Gefrierpunkt zuverlässig, bei Frost ab etwa minus acht Grad lässt die Wirkung erkennbar nach.
Neben Beeten, jungen Bäumen oder auf Natursteinpflaster ist Splitt deshalb häufig die praktischere Wahl, unabhängig davon, ob Salz an der jeweiligen Stelle überhaupt erlaubt wäre.
Die Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zusammen.
| Eigenschaft | Streusalz | Splitt oder Granulat |
|---|---|---|
| Wirkweise | taut Eis auf | wirkt durch Reibung |
| Wirkung bei starkem Frost | lässt ab etwa minus acht Grad nach | bleibt unverändert |
| Einsatz auf Baumscheiben und Grünflächen | in Zittau nicht erlaubt | ohne Einschränkung möglich |
| Wirkung auf Pflaster und Beton | greift Fugen und Bewehrung auf Dauer an | greift die Fläche nicht an |
| Nach dem Winter | löst sich mit dem Schmelzwasser auf | muss zusammengekehrt werden |
Was mit dem Streugut im Frühjahr passiert
Ob und bis wann Splitt oder Sand vor dem eigenen Grundstück liegen bleiben darf, regeln Gemeinden unterschiedlich. Üblich ist, das Material erst zu entfernen, wenn nicht mehr mit Schnee oder Eis zu rechnen ist. Bis dahin bleibt es aus Sicherheitsgründen bewusst liegen. Danach lohnt sich das Kehren auch aus einem anderen Grund als der Optik. Liegen gebliebener Splitt verschmutzt Rasenkanten und kann Abläufe verstopfen.
Wer beim Streuen selbst zwischen Salz, Splitt oder Granulat wählt, entscheidet oft nach dem, was gerade im Baumarkt greifbar ist. Bei einer beauftragten Fläche legen wir vorher fest, welches Mittel wohin gehört. Für welche Fläche welches Streugut vorgesehen ist, lässt sich auch im Beitrag zum Winterdienst-Vertrag festhalten.
Passende Leistungen
Auf befestigten Flächen wie Gehweg oder Einfahrt ist das in der Regel möglich, sofern die Gemeinde nichts anderes festlegt. In Zittau gilt eine Ausnahme für Baumscheiben und begrünte Flächen, dort ist kein Auftaumittel erlaubt. Bei einer Fläche, bei der das nicht eindeutig ist, fragen wir vor der Saison bei der Stadtverwaltung nach.
Ja. Splitt und Granulat wirken durch Reibung und tauen kein Eis auf, ihre Wirkung bleibt deshalb auch bei strengem Frost gleich. Streusalz taut Eis nach Herstellerangaben vor allem nahe dem Gefrierpunkt zuverlässig, ab etwa minus acht Grad lässt die Wirkung spürbar nach.
In der Regel ja, sobald keine Glätte mehr zu erwarten ist. Bis dahin darf das Material aus Sicherheitsgründen liegen bleiben. Danach lohnt sich das Kehren, damit nichts in Rasenkanten oder Abläufen landet.
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