Häufige Fehler bei der Trockenbauwand

Häufige Fehler bei der Trockenbauwand

Eine Trockenbauwand ist nach dem Spachteln und Schleifen von einer massiven Wand kaum noch zu unterscheiden. Genau das macht Fehler aus der Bauphase tückisch. Sie verschwinden unter der glatten Oberfläche und zeigen sich erst Monate später, wenn sich die Wand leicht bewegt, ein Riss entlang einer Fuge auftaucht oder der Nachbarraum durch die Wand hindurch mitzuhören ist.

Wie eng die Ständer stehen müssen

Die senkrechten CW-Profile einer Trockenbauwand tragen die Gipskartonplatten. Für die Beplankung mit den gängigen 1.250 Millimeter breiten Platten ist ein Achsabstand von 625 Millimetern üblich, weil die Plattenkanten dann genau auf einem Profil aufliegen. Bei größeren Wandhöhen, bei erhöhten Anforderungen an Schallschutz oder Brandschutz und wenn später schwerere Gegenstände an der Wand befestigt werden sollen, muss dieser Abstand enger ausfallen, häufig auf 417 oder 312,5 Millimeter. Wird trotzdem im Standardabstand gebaut, hält die Wand zunächst, gibt aber unter Belastung oder über die Jahre stärker nach, als sie müsste.

Wann Dämmung für den Schallschutz mitgeplant wird

Eine einlagige Trockenbauwand ohne Dämmung im Hohlraum hält deutlich weniger Schall ab als derselbe Aufbau mit einer Mineralwolldämmung zwischen den Profilen. Wie stark sich der Schallschutz mit einem optimierten Aufbau steigern lässt, haben wir im Beitrag zur Trockenbau-Trennwand im Vergleich zur Massivwand bereits eingeordnet. Für diesen Punkt zählt vor allem, dass die Dämmung von Anfang an eingeplant wird. Nachträglich einbauen lässt sie sich nur, wenn die Beplankung noch einmal geöffnet wird. Um eine bereits bestehende Wand zwischen zwei Wohnungen nachträglich schalldicht zu machen, geht es dagegen um einen eigenen Aufbau, eine sogenannte Vorsatzschale, ein eigenes Thema für sich.

Welche Platte in Bad und Küche vor Feuchtigkeit schützt

Für Wände, Decken und Rohrverkleidungen in Räumen mit erhöhter Luftfeuchtigkeit, etwa einem Bad oder einer Küche, gibt es eigens imprägnierte Gipskartonplatten, nach Norm als Typ H2 bezeichnet. Ihr Kern nimmt deutlich weniger Wasser auf als eine Standardplatte und ist für Wände, Decken und Vorsatzschalen in gering bis mäßig feuchtebeanspruchten Bereichen vorgesehen. Wird eine Standardplatte in einem solchen Raum verbaut, quillt der Gipskern bei dauerhaft höherer Luftfeuchtigkeit auf und verliert an Stabilität, oft unbemerkt hinter Fliesen oder Farbe. Rohrverkleidungen aus Gipskarton in Bad oder Küche gehören zum Trockenbau-Angebot von Krupa Haus-Service, und gerade dort entscheidet die Plattenwahl, ob die Verkleidung Jahrzehnte hält oder nach ein paar Jahren feuchter Luft nachgibt.

Was passiert, wenn eine Fuge nicht richtig verspachtelt wird

Zwischen zwei Gipskartonplatten bleibt eine schmale Fuge, die verspachtelt wird, bevor die Wand gestrichen werden kann. Vor dem eigentlichen Spachteln gehört in diese Fuge ein Bewehrungsstreifen aus Papier oder Glasfasergewebe. Er nimmt die Kräfte auf, die durch kleine Bewegungen im Bauwerk, Temperaturschwankungen und die Schwindung der Platten beim Trocknen entstehen. Fehlt der Streifen, trägt allein die Spachtelmasse diese Kräfte, und genau an der Fugenlinie reißt sie zuerst. Trocknet und heizt sich die Umgebungsluft in den ersten Tagen danach schnell auf, schwinden die Platten zusätzlich, was den Riss oft schon nach der ersten Heizperiode sichtbar macht.

Fehler Warum das ins Gewicht fällt Was ein Profi anders macht
Ständerabstand nur geschätzt, nicht nach Wandhöhe berechnet Die Wand federt stärker und trägt weniger, als sie könnte Der Abstand wird nach Höhe, Beplankung und späterer Belastung festgelegt
Dämmung übersprungen Schallschutz lässt sich nach dem Schließen der Wand nicht mehr nachrüsten Die Dämmung wird im selben Arbeitsschritt eingebracht wie die zweite Plattenlage
Standardplatte in Bad oder Küche verbaut Der Gipskern quillt bei dauerhafter Feuchtigkeit auf Eine imprägnierte Platte vom Typ H2 kommt zum Einsatz, in Spritzwasserbereichen zusätzlich abgedichtet
Fuge ohne Bewehrungsstreifen verspachtelt Der Riss zeigt sich erst nach der ersten Heizperiode, wenn die Wand schon gestrichen ist Der Bewehrungsstreifen wird vor dem Spachteln eingebettet

Ständerabstand, Dämmung, Plattenwahl und die Bewehrung der Fugen entscheiden sich alle während der Bauphase, lange bevor die Wand gestrichen ist. Bei Krupa Haus-Service prüfen wir diese Punkte für den jeweiligen Raum, bevor die erste Platte montiert wird.

Passende Leistungen

Direkt nach der Fertigstellung meist nicht. Die Wand steht und wirkt fest. Erst wenn etwas Schweres daran befestigt wird oder die Wand über Jahre leicht federt, zeigt sich, dass der Abstand der Profile nicht zur Höhe oder zur späteren Nutzung gepasst hat.

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